Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat die regelmäßige Sperrung des Volksdorfer Wochenmarktgeländes als kurzsichtig und unzureichend bezeichnet. „Das löst das Problem nicht, sondern verdrängt es bestenfalls. Wir brauchen mehr Angebote und nicht nur Verbote“, erklärte SPD-Innenexperte Andreas Dressel, der selbst aus Volksdorf kommt. „Dass konsequent gegen Straftaten und Vandalismus vorgegangen wird, ist völlig richtig. Gleichzeitig müssen wir vor Ort mit allen Beteiligten weitere Möglichkeiten ausloten, damit Jugendliche sich treffen können. Hier ist vor allem der Bezirk gefordert“, so Andreas Dressel, der sich in Gesprächen vor Ort für ein rasches Zusammentreffen von Vereinen, Verbänden, Politik und Verwaltung einsetzen wird. Ähnlich wie in Duvenstedt könne man nur mit einem ganzheitlichen Ansatz etwas erreichen.
Kritisch sieht der Experte, dass über die Verbotszone von den zuständigen Stellen nicht offen und transparent informiert worden ist. „Es geht doch darum, bei den Jugendlichen und deren Eltern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass da etwas aus dem Ruder läuft. Dazu gehört als erstes, dass man über Maßnahmen transparent informiert und Probleme offen bespricht. Dass das hier nicht passiert ist, ist und bleibt ein schweres Versäumnis.“
Meldung vom 1. August