Ehrung für verstorbenen Duvenstedter

Ehrung für verstorbenen Duvenstedter

Am 1. August diesen Jahres verstarb der Duvenstedter Harald Stender im Alter von 86 Jahren – einer der besten Spieler des FC St. Pauli aller Zeiten.

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Stender bestritt zwischen 1945 und 1960 gut 400 Spiele für den Kiezverein, dem er 1933 als Achtjähriger beigetreten war. Nachdem er bereits 2010 anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums in die Jahrhundert-Elf der Kiezkicker gewählt wurde, hat die Mitgliederversammlung gerade beschlossen, einen Antrag zu stellen, den Stadionvorplatz (vor der Südtribüne an der Budapester Straße) in „Harald-Stender-Platz“ umzubenennen!
Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land hat das Alstertal-Magazin die FC St. Pauli-Legende in seinem Haus in Duvenstedt besucht. Als kompetenten Gesprächspartner. Denn in den 40er- und 50er-Jahren war Harald Stender wichtiges Mitglied der „Wunderelf“ des Vereins: „Wir hatten eine sehr starke Mannschaft, weil wir außergewöhnlich gute Spieler aus ganz Deutschland wie Walter Dzur oder Helmut Schön in unseren Reihen hatten. Stärker als der HSV. Aber, wenn es um etwas ging, waren die uns immer einen Tick voraus“, erklärte der gebürtige Altonaer damals ohne Gram. „Das war eine schöne Zeit“, so der Rechte Läufer (Heute etwa rechter Verteidiger). Fast wäre er 1954 auch Weltmeister geworden: „Ich habe an einem Lehrgang bei Sepp Herberger teilgenommen und hatte gute Chancen in der Nationalmannschaft zu spielen. Das sagte er mir am Rande eines Spieles für die Norddeutsche Auswahl, für die ich dreimal gespielt habe.“ Heutige Experten sehen das auch so, doch es kam anders. In einem Spiel zog sich der St. Paulianer einen doppelten Schädelbasisbruch zu. „Als die Verletzung nach gut einem Jahr ausgeheilt war, hatte Herberger sein Team bereits gefunden.“ Der gelernte Automechaniker war mit dem von ihm Erreichten aber auch ohne Länderspiel hochzufrieden. Neben dem Fußball arbeitete Stender ab 1951 fast 40 Jahre lang hauptberuflich als Tankstellenpächter. Der Fußball begleitete ihn danach auch noch, bis 1994 spielte er in der Altliga, (erst 2003 hängte Stender seine Fußballstiefel aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel), bis 2003 war er auch Vorsitzender des Ehrenrates und natürlich immer als Pauli-Fan.
Wann und ob sein Name den Platz zieren wird, ist noch nicht klar. „Das kann nur die Stadt Hamburg entscheiden. Einen entsprechenden Antrag haben wir noch nicht gestellt“, erklärt der FC. St Pauli. kw