
19 MAGAZIN Die Mellingburger Alsterschleife: Die Mellingburger Alsterschleife – betreut vom NABU Hamburg – wird von der Alster nahezu umflossen.
Zen- trum der Schleife ist ein sandiger, windgeschützter und durch Sonneneinstrahlung warmer Halbtrockenrasen.
Die Besonderheit dieses Rasens ist seine Nährstoffar- mut.
Sie lässt eine sehr hohe Artenvielfalt zu.
Libellen, Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer- und Wanzen, Solitärbienen und -wespen, Eidechsen, Frösche und Kröten, Fledermäuse und einheimische Brutvögel sind hier zu Hause.
Aber auch Pflanzen wie z.B.
der große Klappertopf, die Ochsenzunge und verschiedene Orchi- deen sind typische Vertreter dieses Lebensraumes.
Tipp: In den Sommermonaten bietet der NABU fachkundige Führungen an.
Infos unter www.NABU-Hamburg.de.
Würden am liebsten das Paddel gar nicht mehr aus der Hand legen: Marisa Knierim und Christian Luscher.
Teil II (3km): Mellingburger Schleuse bis Poppenbüttler Schleuse Fühlt sich auf dem Grund der Alster pudelwohl: das Bachneunauge.
Die Mellingburger Alsterschleife Die Mellingburger Alsterschleife – betreut vom NABU Nachdem wir in in der letzten Ausgabe von der abenteuerlichen Alsterlauffahrt zweier unserer Redakteure berichteten, zeigen wir im zweiten Teil, welche Schätze die Tier- und Pflanzenwelt unserer Heimat noch zu bieten hat: z.B.
flinke Frösche, nette Nattern und beutehungrige Bussarde! Während wir im Schweiße unseres An- gesichts das Boot auf die andere Seite der Schleuse hieven, beneiden wir unsere schuppigen Freunde, die dafür eine eigens für sie errichtete Fischtreppe nutzen können.
Wir lassen das Boot erneut zu Wasser und folgen dem Lauf fl ussabwärts.
Brennt die Sonne zunächst noch heiß, fahren wir bald in die schattige Kühle unter dem dichten Blätterdach der Erlen und Kastanien, wäh- rend wir das Naturschutzgebiet Mellingbur- ger Alsterschleife umkreisen.
Doch auch wir werden umkreist: nämlich von einem Mäusebussard, der uns Fremdlinge argwöh- nisch von oben beäugt.
Vielleicht hat er es aber auch nur auf einen Frosch oder eine Ringelnatter abgesehen.
Diese lässt er sich nämlich gerne einmal schmecken.
Doch heute muss er wahrscheinlich mit knur- rendem Magen „ins Bett“ gehen, denn die beiden Alsterschleifenbewohner haben sich in den Hecken und Sträuchern gut versteckt! Wir freuen uns für sie und paddeln weiter.
Im Lichte, das durch die Blätter aufs Wasser fällt, tanzen die Bläulinge.
Diese Schmet- terlinge lieben das Naturschutzgebiet, wohl auch wegen seines Blütenreichtums.
Und der ist enorm: Einer von vielen Hinguckern ist der Orchideenbestand, der im südlichen Teil des Naturschutzgebietes vorbildlich ist.
Übereifrige Besucher seien aber gewarnt: Der wahre Naturfreund genießt den An- blick, aber reißt die zarten Blumen nicht brutal aus! Einige Paddelschläge später lichtet sich das grüne Dach und die Sonne kehrt wieder.
Wir sind so hingerissen von der Schönheit all dessen, was wir bisher sahen, dass wir uns spontan entschließen, den heutigen Teil unserer Fahrt mit einer Extrarunde auf dem See vor der Poppenbüttler Schleuse ausklingen zu lassen, bevor wir erneut das Kanu an Land schleppen.
mk/cl Laubfrosch oder verwunschener Prinz? Auf jeden Fall ein glitschiges Kerlchen! Foto: Wolf Kloebe Foto: NABU/R.
Bonkwald