29 DUVENSTEDT Mitglieder des Naturschutz- bundes (NABU) Hamburg Walddörfer trafen sich auf der von ihnen betreuten Streuobst- wiese in Duvenstedt, um dort dem Jakobsgreiskraut Herr zu werden.
„Die Pfl anzen sind be- sonders für Pferde und Rinder hochgradig giftig und schädigen besonders die Leber der Tiere“, weiß Karl-Heinz Nimtz, der zu- ständige Betreuer der ca.
4 Hek- tar großen Fläche, auf der sich derzeit 126 Obstbäume auch sel- tener Arten befi nden.
Außer für Pfl egearbeiten ist der Zutritt zur Wiese nicht gestattet.
Mit dem Spaten haben die Naturschützer die Pfl anzen samt Wurzeln aus der Erde geholt, rechtzeitig bevor diese in nächster Zeit zu blühen beginnen und sich durch Ver- samung noch weiterverbreiten.
„Es ist eigentlich eine Sisyphus- Arbeit, denn im nächsten Jahr können wir diese wiederholen“, so Nimtz.
Notwendig ist sie je- doch besonders auf Grund der angrenzenden Pferdeweiden, zu denen die Saat sonst herüberfl ie- gen könnte.
Bei einem Arbeits- einsatz vor wenigen Wochen errichteten die Ehrenamtlichen Einsatz für eine vielfältige und gesunde Natur einige Steinhaufen, die hoffent- lich u.a.
von Eidechsen, aber auch Insekten bei Sonne als Ruheplatz angenommen werden.
Auch der Steinschmätzer mag solche Plät- ze und könnte mit viel Glück dort sogar brüten.
Wenn auch Sie beim nächsten Mal dabei sein wollen: Der NA- BU Walddörfer trifft sich an je- dem ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr „Op’n Böhn“ in der Volksdorfer Schulkate („Eulen- krug“), Im alten Dorfe 60, und freut sich über neue Interessen- ten! Sichtbarer Erfolg: Auf der vom NABU betreuten 4ha großen Streuobstwiese wur- den im Laufe der Jahre 126 Obstbäume gepflanzt.
Britta Reimer beim Ent- fernen des Jakobsgreis- krauts – im Hintergrund die kürzlich errichteten Steinhaufen.
Fotos: Dagmar Meske Eine traditionelle Form des Obstbaus, bei der hoch- stämmige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten auf einer Wiese stehen, die ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel bewirt- schaftet wird.
Dadurch bietet sie vielen Tierarten einen wertvollen Lebensraum.
Was ist eine Streuobstwiese?