Xylit (E 967), ein Zuckeraustausch- stoff, der in Pfl anzen vorkommt.
Es ent- steht auch im menschlichen Körper als Zwischenprodukt im Glukosestoffwechsel.
Die Herstellung erfolgt auf chemischem Weg aus Holzzucker (Xylose).
Xylit er- zeugt auf der Zunge einen Kühleffekt und verstärkt erfrischende Geschmacksrich- tungen.
Es hat halb so viele Kalorien wie Zucker, da es vom Organismus nur zu ca.
50% energetisch genutzt wird.
Die Bakte- rien im Mund können Xylit nicht als Nah- rung verwenden, deshalb kommt es nicht zur Produktion zahnschädigender Säuren und wird in Kaugummis eingesetzt.
Der Gewinner von Jugend forscht zeigt Zähne! 4.
„Jugend forscht“-Sieg Er ist erst 15 Jahre alt, hat aber schon vier Mal beim Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ gewonnen: Torben Heinsohn aus Klein Borstel.
In diesem Jahr mit der Studie „Welchen Einfluss haben Xylit-haltige Kaugummis auf die Mundflora?“.
„Ich konnte es nicht glauben, als ich die Pressemitteilung des diesjährigen ,Jugend forscht‘ Wettbewerbs durch- las und deinen Namen an erster Stelle stehen sah“, begrüße ich Torben Heinsohn, ein mir mitt- lerweile vertrautes Gesicht.
Denn letztes Jahr gewann er ebenfalls bei „Jugend forscht“ und stellte sich dem Alstertal-Magazin zum Interview zur Verfügung.
Dieses Jahr tritt er zum zweiten Mal beim- Bundeswettbewerb an.
Beschei- den zeigt er mir seine Unterlagen, unter denen sich auch eine Eh- renurkunde der Senatorin Christa Goetsch versteckt.
„Ich war extra für meine Projektarbeit zu einem Posium in der Nähe von München.
Dort habe ich als jüngster Teilneh- mer das Verfahren der RQ-PCR (Real-Time-quantitative Polyme- rase-Kettenreaktion) neu für mich entdeckt.
Diese labortechnische Vorgehensweise ermöglichte es mir, die DNS-Stränge unzählige Male zu kopieren und eine Men- genbestimmung der Bakterien vorzunehmen“, erklärt der Schüler des Albert-Schweitzer-Gymna- siums.
Dieses Jahr galt sein Au- genmerk dem Thema: „Welchen Einfluss haben Xylit-haltige Kaugummis auf die Mundfl ora?“ Dazu „fütterte“ er 32 Probanden, die an seiner Studie teilnahmen, mit Xylit-, zuckerhaltigen sowie zuckerfreien Kaugummis.
Auf die Frage zu welcher Sorte er denn nun greifen würde, erklärt er: „Die Ergebnisse zeigten, dass bei allen Xylit-Probanden eine Reduzierung von Streptococcus mutans, die hauptverursachenden Bakterien für Karies, im Plaque stattfand.
Auf Deutsch gesagt: Xy- lithaltige Kaugummis haben eine karieshemmende Wirkung auf die Mundfl ora.“ In diesem Sinne wünsche ich ihm viel Glück für den Bundeswettbewerb, der vom 21.-24.Mai in Osnabrück stattfi n- den wird, und verabschiede mich Kaugummi kauend – diese sind natürlich mit Xylit gefüllt.
ale 15 MAGAZIN