
32 POPPENBÜTTEL Eishockey-Stürmer François Fortier aus Poppenbüttel: im Sommer? Der Kanadier François Fortier spielt schon seit 2005 bei den Hamburg Freezers als Stürmer.
In dieser Saison war er erneut der Topscorer des Teams.
Das Alstertal- Magazin hat den Wahl- Poppenbüttler nach dem Training getroffen.
Holzschläger knallen auf Hartplas- tik, Eis spritzt nach allen Seiten, es wird gerempelt und geschoben – all das ist die Arbeitsumgebung von François Fortier.
Der 29-Jäh- rige, gebürtig aus Quebec, spielt schon seit dem Kleinkindalter Eishockey – und das nicht gera- de erfolglos.
Nach Kanada und Amerika zog es ihn schließlich 2005 zu den Hamburg Freezers, wo er bis heute einen Stürmerpos- ten innehat.
Im Februar brachte Fortiers Frau das erste Kind, ein Mädchen, auf die Welt, während die Freezers gerade mitten in den Playoffs steckten.
Hatte François Fortier während dieser Zeit zu viel zu tun, um sich seiner Tochter zu widmen? „Nein“, sagt der Stürmer und lächelt.
„Obwohl der Zeitplan natürlich hart war, war ich oft ge- nug zu Hause, um mich mit ihr zu beschäftigen.“ Mittlerweile ist die Saison zu Ende Die Freezers sind im Viertelfi nale an den Eisbären Berlin gescheitert.
Das enttäuscht Fortier schon ein bisschen: „Ich hatte mir, vor allem wegen unserer starken zweiten Saison- hälfte, mehr ausgerechnet.
Mit meiner Leistung könnte ich ei- gentlich ganz zufrieden sein – doch wenn man in den Playoffs Was Freezereinmacht früh ausscheidet, darf man sich nicht zufrieden geben.
Insofern hoffe ich, dass wir in der kommen- den Spielzeit mehr erreichen und auch ich meine Leistung weiter steigern kann!“ Daran arbeitet François Fortier auch nach Saisonende.
„Im Som- mer muss man viel Fitnesstraining machen, um danach wieder zu seiner Topform zurückzufi nden.
Das ist eine mühsame Zeit.“ Und gerade bei dieser eisigen Sportart ein Problem, denn der Konkurrenzdruck ist groß: „Ja, natürlich muss man in Form blei- ben, um wettbewerbsfähig zu sein und im Spiel zu bleiben, denn junge Leute kommen die ganze Zeit dazu, also muss man einfach versuchen, jung zu bleiben.“ Doch das spornt François Fortier nur noch mehr an weiterzumachen – gerne auch in Deutschland.
Er mag das Land, mag das Hockey, das hier gespielt wird – und ganz besonders mag er seine Wahlhei- mat Poppenbüttel: „Es gibt viele Parks, in denen man spazieren gehen kann, man kann gut ein- kaufen, das Alstertal-Einkaufs- zentrum ist direkt in der Nähe.
Ja, ich mag den Ort.“ Christian Luscher