18 MAGAZIN Facetten eines Philosophen Demir Gökgöl wurde durch Fatih Akins Film „Gegen die Wand“ bekannt.
Dort spielte er einen sturen traditionalistischen Vater, dessen Filmtochter durch eine Scheinehe versuchte, dem traditionsverhafteten Elternhaus zu entfliehen.
Im wirklichen Leben ist Demir jedoch ein herzensguter Mensch, mit dem man stundenlang über Gott und die Welt philosophieren kann.
Das Alstertal-Magazin traf den Schauspieler, der Ende der 90-Jahre in Volksdorf lebte.
Alstertal-Magazin: In welchem Alter entdeckten Sie Ihre Leidenschaft für die Schau- spielerei? Demir Gökgöl: Im Gegensatz zu vielen anderen meiner Schau- spielkollegen war es für mich kein Kindheitstraum, Schauspieler zu werden.
Ich wurde mehr oder we- niger zufällig Schauspieler.1985 lernte ich den jungen türkischen Regisseur Tevfik Baser kennen.
Wir sind gute Freunde geworden.
Er wollte gerade den Film „40 qm Deutschland“ drehen – einen Lowbudget-Film, der mehrfach ausgezeichnet wurde.
Als die Fi- nanzierung des Films geregelt war und der Dreh begann, lud mich Tevfik Baser zum Drehort ein.
Dort steckte er mich – ahnung- los wie ich war – gleich in einen Kaftan und sagte mir, dass ich den moslemischen Geistlichen spielen sollte.
So kam ich zu meiner ersten Rolle.
Allerdings würde ich bis heute sagen, dass die Schauspiele- rei bei mir nichts mit Leidenschaft zu tun hat.
Für mich ist es eine Arbeit wie jede andere.
AM: Einer Ihrer größten Filme, in dem Sie bisher mitspielten, war Fatih Akins Film „Gegen die Wand“.
Wie war die Zusammenarbeit mit dem bekannten Regisseur? Der Regisseur Fatih Akin bei der Arbeit am Dreh.
Foto: © Kerstin Stelter Im Film „Gegen die Wand“ hält Cahit (Birol Ünel) re.
bei Demir Gökgöl um die Hand von dessen Filmtochter an.
Foto: © WÜSTE Film / Kerstin Stelter Demir Gökgöl ähnelt einem altgriechischen Philosophen.
Foto: Agentur International Actors