23 MAGAZIN Anzeigen Anzeigen 23 Anzeigen In der Schwangerschaft kann es durch Verschiebungen der Hormonspiegel zu einer Störung der Zuckerverwertung an Muskel- und Fettzellen kommen.
Wenn die körpereigene Insulinproduktion diese Störung nicht ausgleicht, kommt es zu einem Anstieg der Blutzuckerwerte bei der Mutter, man spricht von einem Gestationsdiabetes.
Die leichte Erhöhung der Blutzuckerwerte ist auf die Schwangerschaft begrenzt, bleibt bei der werdenden Mutter in aller Regel unbemerkt und ist für die Schwangere unschädlich, kann beim ungebo- renen Kind aber nachhaltige Probleme der Reifung verursa- chen und sollte daher unbedingt erkannt werden.
Dies ist mit einem sogenannten „oralen Glukosetoleranztest“ möglich, der trotz jahrelanger Bemühungen der Fachverbände noch immer nicht in den Mutterschaftsrichtlinien verankert ist.
Der Test besteht aus einem nüchternen „flüssigen Frühstück“ mit einer Zuckerlösung mit vorheriger und nachfol- genden Blutzuckermessungen.
Er sollte in der 22.
bis 24.
Schwangerschaftswoche durchgeführt wer- den und wird in vielen gynäkologischen und auch diabetologischen Praxen angeboten.
In 4 bis 8% aller Schwangerschaften ist mit einem positiven Befund zu rechnen.
In diesem Fall sollte eine Ernährungsumstellung und eine Einführung in die Blutzuckerselbstkontrolle erfolgen, die dann nach Maßgabe der Stoffwechselsituation täglich oder auch im mehrtägigen Intervall erfolgt.
Eine etwa notwendige Insulintherapie endet in aller Regel im Kreissaal.
Das Management des Gestationsdiabetes wird zumeist in der Kooperation von Frauenärzten, Dia- betes-Schwerpunktpraxen und Hausärzten abgestimmt.
Diabetes in der Schwangerschaft Expertentipp von Dr.
Matthias Pein, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe, Diabeteszentrum Alstertal