
10 MAGAZIN Promi-Kick für kranke Kinder Promis schlagen UKE-Ärzte beim „Kicken mit Herz“ mit 8:5.
Dabei war das Ergebnis im Stadion des SC Victoria in Eppendorf vor 4.000 Zuschauern zweitrangig – es sollte Geld für herzkranke Kinder gesammelt werden.
55.000 Euro kamen zusammen! Placebo Kickers vs.
FC St.
Pauli Allstars.
„Unbekannte“ Ärzte ge- gen Fußballverrückte Promis beim 3.
„Kicken mit Herz“.
Eine Begeg- nung mit Kultcharakter, die vieles bietet, was in der immer kommerzi- eller werdenden Bundesliga auf der Strecke geblieben ist: technische Brillanz neben geduldetem Unver- mögen, Traumtore neben Kullerdin- gern – Spaß eben.
Dafür sorgte nicht zuletzt Torwart Tim Mälzer, der sich schon mal während des Spiels auf dem Platz von zwei hübschen Krankenschwestern verarzten ließ und cool einen Elfmeter à la Butt versenkte, bevor er bei einem auf sein eigenes Tor recht alt aussah.
Dass sein Team trotzdem gewann, lag neben der geballten Fußballpro- minenz – Sergej Barbarez, And- ré Golke, André Trulsen, Benny Adrion – auch an guten Technikern wie Alexander Bommes, Mark Tavassol, Peter Lohmeyer und seinem Sohn Louis Klamroth.
Die rund 4.000 Zuschauer kamen jeden- falls auf ihre Kosten und trugen mit ihrem Eintritt dazu bei, dass 55.000 Euro (Rekord!) an Spendengeldern zusammenkamen.
Ganz zur Freude des den Benefi z-Kick organisieren- den Arztes Tom Mir.
Das Geld soll dazu beitragen, die medizinisch- technische Ausstattung und die Betreuung herzkranker Kinder in der Kinder-Herz-Station des UKE zu verbessern.
Alster-Magazin: Hat Sarah Wiener heute für dich speziell gekocht, damit du fi t bist? Peter Lohmeyer: Nein, mein Früh- stück habe ich mir heute Morgen selber gemacht.
Vor so einem Spiel lasse ich niemand an meine Speisen, die können ja sonst was da reinmi- schen.
(lacht) Aber sie schaut zu und deswegen werde ich auch gut spielen.
Und was hat du dir für diesen eminent wichtigen Kick vorge- nommen? Ich werde versuchen, das Spiel von rechts außen – eine sehr wichtige Po- sition – zu entscheiden, und bin mir dieser Verantwortung für das Team auch bewusst.
AM: Wie lautet dein persönli- ches Motto für den Kick? Tim Mälzer: Ich brauche kein Glück, ich kann Fußball spielen.
Was zeichnete dich aus? Meine Refl exe.
Ich bin wahnsinnig schnell, das muss ich aber auch sein, weil ich sehr faul bin.
Das heißt die Bälle, die immer auf den Mann gehen oder am Mann vorbeigehen, die habe ich nahezu immer „in der Tasche“.
Hast du dich speziell vorbereitet? Nein, denn was das Tor angeht, bin ich ein Naturtalent.
Das Gute ist, ich habe keine Angst vor dem Ball und ich schmeiße mich in alles rein.
Das sind ja alles so Krampen gegen die ich spiele, und wenn die auf mich schießen, dann lasse ich mich nur fallen und es sieht aus wie eine Pa- rade, für die ich mich feiern lassen kann.
Es ist eine ganz simple Taktik, die aufgeht.
Ist die Motivation trotz schlech- ten Wetters vorhanden? Ich habe ja keine Ausgeh-Klamotten an, also ist es egal, wie dreckig ich am Ende aussehe.
Je dreckiger, de- sto besser.
Ich wälze mich zwei-, dreimal hin und her, sodass es nach harter Arbeit aussieht, und freue mich trotz Regen und Gewitter auf das Spiel.
Ich kenne es in Hamburg gar nicht anders.
Man munkelt, du hast eine pri- vate Wette gegen Veranstalter Tom Mir laufen? Stimmt.
Trifft er gegen mich, zahle ich 250 Euro pro Tor.
Halte ich alle seine Bälle, zahlt er 250 Euro für die Kids.
(Ergebnis: Tim musste 1.000 Euro zahlen!) Fortsetzung auf Seite 12 HSV-Legende Sergej Barbarez (l.) mit Schauspieler und Mann- schaftskapitän Peter Lohmeyer.
Schauspieler Peter Lohmeyer Starkoch Tim Mälzer Ließ sich während des Spiels auf dem Platz verarzten: Star-Koch Tim Mälzer, der als Keeper einen Elfer verwandelte und einen reinließ.
Auch in diesem Jahr waren die FC St.
Pauli Allstars wieder prominent besetzt.